DER DEMOGRAFIEKONGRESS 2017

Dr. Thomas de Maizière, MdB, Bundesminister des Innern, eröffnet den Demografiekongress 2016

Der  demografische Wandel verändert Deutschland. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Welt des Wohnens und der Arbeit, der Medizin und Pflege sowie der kommunalen Infrastruktur. DER DEMOGRAFIEKONGRESS ist mit mehr als 800 Entscheidern und 100 Referenten der Leitkongress zur Gestaltung des demografischen Wandels.

Wohnen & Selbständigkeit

Der Bedarf an altersgerechten, barrierearmen und bezahlbaren Wohnungen ist nach wie vor groß. Der Kongress erörtert konkrete Projekte und deren Finanzierung sowie die Aufgaben der Wohnungsbaupolitik in der nächsten Legislaturperiode.       
Die Individualität im Alter wird zu vielfältigen Wohnformen führen. Ein Markt aus gemeinschaftlichen Wohnformen, Mehrgenerationenhäusern und genossenschaftlichem Wohnen entsteht. Ausgewählte Projekte werden vorgestellt.        
      
Menschen mit eingeschränkter Gesundheit brauchen zum Erhalt ihrer Selbständigkeit bedarfsgerechte Wohn- und Unterstützungsangebote. Technikbasierte Assistenz- und Servicekonzepte sowie deren Finanzierung werden erörtert.

Der Kongress diskutiert, wie stationäre Pflege unter den Gesichtspunkten des Wohnens, der Öffnung ins Quartier und Einbindung in ein kommunales Konzept weiter entwickelt werden kann. Ebenso werden Projekte für neue Pflegeheime in der Innenstadt und Investitionsmodelle für Pflegeimmobilien vorgestellt.   

Arbeitswelt & Gesundes Altern

Wir leben immer länger bei im Durchschnitt guter Gesundheit. Ist es eine gute Idee, nahezu ein Drittel des Lebens, etwa zwischen 60 und 85 Jahren, im „Ruhestand“ zu verbringen? Ist es nicht besser, auch in dieser Lebensphase möglichst große Zeitanteile wertschöpfend tätig zu sein, sei es in der Arbeitswelt oder im Ehrenamt?
Wie gelingt es, das große Potential Älterer stärker als bisher zu nutzen? Wie kann die Produktivität älterer Beschäftigter gesteigert werden?

Weitere Themen des Kongresses sind: Tätigkeits- und Karrierechancen für Ältere, generationenübergreifende Führung sowie Projekte für eine lern- und gesundheitsfördernde Arbeitsorganisation.   

Der Fachkräftemangel spitzt sich deutlich zu. Welche Maßnahmen sind zielführend, damit mehr Fachkräfte aus dem bestehenden Angebot an Arbeitskräften gewonnen werden?  Wie können Anwerbung und Aufenthalt von ausländischen Fachkräften besser gesteuert werden?

Pflege & Medizin

Mit dem zweiten und dritten Pflegestärkungsgesetz wurde der Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Pflegeversicherung deutlich ausgeweitet. Der Demografiekongress diskutiert, wie diese Zusammenarbeit nach der Bundestagswahl 2017 weiter gestaltet werden kann. Zudem werden erste Einschätzungen aus Modellprojekten zur Verknüpfung der Kommunen mit dem Vertragsrecht der Pflegeversicherung vorgestellt.

Fester Bestandteil des Demografiekongresses ist die Vorstellung neuer Praxisprojekte zur Versorgung Pflegebedürftiger und älterer, chronisch kranker Patienten, von dementiell Erkrankten und älteren behinderten Menschen. Überdies gehört die Vorstellung von Projekten zur Digitalisierung in der Medizin und zum Robotik-Einsatz in der Pflege zum Programm.   

Kommunale Gestaltung

Der Demografiekongress ist eine Lernwerkstatt für kommunale Akteure. Ein Landkreis stellt beispielhaft seine umfassenden Anstrengungen für eine demografiefeste Entwicklung vor.
Zudem diskutiert der Kongress, wie die Versorgung und Unterstützung älterer Menschen unter maßgeblicher Beteiligung der Kommunen gelingen und hierzu eine regionale Zusammenarbeit der Akteure rechtskreisübergreifend umgesetzt werden kann. Überdies werden Beispiele zur Organisation nachbarschaftlicher Netzwerke vor Ort und zur Zusammenarbeit örtlicher Beratungsstellen (etwa Pflegeberatung, Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege) vorgestellt.