Preisträger der Initiative 2013

Initiative Deutschland – Land des Langen Lebens: Ursula Lehr, Preisträger Dr. Konrad Hummel, Rita Süssmuth, Ulf Fink (v.l.n.r.)

Dr. Konrad Hummel ist Preisträger der Initiative Deutschland - Land des Langen Lebens. Der Preisträger hat sich um die Entwicklung von Seniorengenossenschaften verdient gemacht. Rita Süssmuth zeichnete Hummel dafür am 4. September im Rahmen des Demografiekongresses in Berlin aus.

Die von Ulf Fink, Ursula Lehr und Rita Süssmuth gegründete Initiative Deutschland – Land des Langen Lebens hat einen neuen Preisträger gekürt. Im Rahmen des vierten Demografiekongresses wurde gestern Abend der Sozialwissenschaftler Dr. Konrad Hummel für sein herausragendes Engagement zur Entwicklung von Seniorengenossenschaften im demografischen Wandel ausgezeichnet. Der Beauftragte des Oberbürgermeisters der Stadt Mannheim für die Konversion ist damit Preisträger 2013 der Initiative Deutschland – Land des Langen Lebens.
„Seniorengenossenschaften sind wichtig für den Sozialstaat“

„Wir wollen die demografische Entwicklung als Chance begreifen, nicht als Bedrohung“, erklärte die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth in ihrer Laudatio. „Daher wollen wir diejenigen auszeichnen, die ein ‚besonders gutes Zeichen‘ auf diesem Weg setzen.“ Dr. Konrad Hummel habe ein solches Zeichen gesetzt. Mit der Förderung von Seniorengenossenschaften habe Hummel den Sozialstaatsgedanken und den Wert des gegenseitigen Helfens in vorbildlicher Weise in bürgerschaftliches Engagement und konkrete Projekte umgesetzt. „Dieses außergewöhnliche Engagement verdient unsere besondere Anerkennung“, so Rita Süssmuth.

Der gebürtige Stuttgarter Dr. Konrad Hummel hatte schon in den 1980er Jahren den Genossenschaftsgedanken aufgegriffen und erreicht, dass das Land Baden Württemberg ein Förderprogramm für regionale Projekte auflegt. Einige der seinerzeit angestoßenen Projekte existieren bis heute noch, etwa die Seniorengenossenschaft Riedlingen.

„Dahinter stand die Idee, wie sich Menschen im Alter gegenseitig helfen können, wenn die Ressourcen nicht mehr vorhanden sind“, berichtete Hummel bei der Preisverleihung. Seniorengenossenschaften seien neue Wege, um die Lebensqualität im Alter nach dem Berufsleben möglichst ohne finanzielle und ohne soziale Abstriche zu sichern. Sie böten älteren Menschen gleichzeitig die Chance aktiv zu bleiben und etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. „Genossenschaftliches Denken führt zu mehr Solidarität und ist eine große Chance für den Sozialstaat, so Hummel.